Schüler*innen aus Deutschland und Portugal erkunden reale gesellschaftliche Bedarfe in ihren Gemeinden, tauschen sich mit Ansprechpersonen von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus und organisieren einen Forschungsbesuch im jeweiligen Partnerland. Dort recherchieren und reflektieren sie anschließend gemeinsam die Herausforderungen vor Ort und entwickeln erste Ideen für konkrete Engagementprojekte.
Das Projekt "EARN"
Das transnationale Projekt zwischen Portugal und Deutschland stellt die Erkundung realer gesellschaftlicher Bedarfe in den Gemeinden der teilnehmenden Schulen in den Mittelpunkt. Somit liegt der Fokus auf dem LdE-Qualitätsstandard, der sicherstellt, dass das Engagement der Schüler*innen auf tatsächliche gesellschaftliche Bedarfe reagiert und das Engagement von allen Beteiligten als sinnvoll und bedeutsam wahrgenommen wird.
An dem Projekten wirken folgende Organisationen mit:
- Freie Montessori Schule Landau
- Agrupamento de Escolas Frei Gonçalo de Azevedo
- Núcleo Interativo de Astronomia e Inovação em Educação
Die Vorbereitungsphase
In der Vorbereitungsphase erkunden die Schüler*innen zunächst im Fachunterricht gesellschaftliche Herausforderungen in ihren eigenen Gemeinden. Dazu recherchieren sie im Internet und in sozialen Medien und kommen ins Gespräch mit Menschen aus ihrem Umfeld, z.B. Familienmitgliedern, Freund*innen oder Nachbar*innen. Zusätzlich suchen die Schüler*innen den Austausch mit Vertreter*innen von Stadtverwaltungen, Unternehmen, Institutionen oder der Presse. Die dabei gesammelten Informationen werden durch Hintergrundrecherchen und Interviews mit Expert*innen ergänzt und in Form von Mindmaps und Fotodokumentationen festgehalten.
Exkursionen vor Ort
Darüber hinaus organisieren die Schüler*innen jeweils dreitägige Forschungstreffen mit ihrer Partnerschule in Portugal und Deutschland. Ziel der gemeinsamen Projektzeit in Präsenz ist die Erkundung der zuvor ermittelten realen Bedarfe vor Ort. Die Schüler*innen besuchen Einrichtungen wie Tierschutzorganisationen, Hilfsangebote für Wohnungslose oder Einrichtungen für Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Im Anschluss reflektieren die Schüler*innen ihre Erfahrungen auf Englisch in deutsch-portugiesischen Kleingruppen. Die Ergebnisse der gemeinsamen Erkundungen werden dokumentiert, um erste Ideen für konkrete Engagementprojekte daraus ableiten zu können.
Zusätzlich planen die Schüler*innen eine Konferenz. Dort stellen die Schüler*innen ihre Ergebnisse vor und diskutieren gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadtverwaltung über mögliche Lösungen für die identifizierten gesellschaftlichen Bedarfe.