Erstklässler*innen lernen Schritt für Schritt, sich zu engagieren – und gemeinsam ein Projekt umzusetzen. Um mit einem Waffelverkauf Geld für Vogelnistkästen einzunehmen, bestehen die Kinder darauf, einzelne Buchstaben früher zu lernen als geplant.
Mit einem Buch über einen Jungen, der einen Wald pflanzte, um seine Welt zu verändern, tasten sich die Kinder an Bedürfnisse von Natur und unterschiedlichen Lebewesen heran – und an die Vorstellung, die eigene Umwelt mitzugestalten. Auf der Suche nach einem Thema für ihr Engagement entscheiden die Schüler*innen, sich mit heimischen Vögeln zu beschäftigen: Welche Arten leben auf dem Schulhof? Was fressen sie, welche Feinde haben sie? Was bedeuten die einzelnen Jahreszeiten für die Tiere? Auch in einem Naturerlebniszentrum lernen sie Neues über heimische Vögel und darüber, wie sich Vogelfutter herstellen lässt.
Um schließlich aktiv zu werden und den Vögeln auf dem Schulgelände etwas Gutes zu tun, begreifen die Kinder, dass sie Geld für die Umsetzung ihrer handwerklichen Ideen brauchen. Sie entscheiden gemeinschaftlich, dass ihre Einnahmequelle ein Waffelverkauf in ihrer Schule sein soll, und bilden eigenverantwortlich Gruppen: Einige Erstklässler*innen holen die Genehmigung der Schulleitung ein, andere gestalten Werbeplakate, wieder andere organisieren den Verkaufstresen und die kommunikationsfreudigsten Kinder verkaufen die Waffeln. Das tolle Ergebnis: über 200 Euro – mehr als genug, um gebrauchte Nistkästen zu kaufen und zu erneuern. Die Schüler*innen fragen die Techniklehrerin für Unterstützung an, reparieren, schleifen und bemalen die Nistkästen und suchen ideale Plätze für sie auf dem Schulgelände. Im feierlichen Rahmen eines Schulfestes bringt sie die Hausmeisterei an.