Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf

Gegen SchwarzWeiß.Denken.

Jungen Menschen Räume eröffnen, in denen sie unser demokratisches Zusammenleben mitgestalten und aktiv Teilhabe erleben können – das ist das Ziel dieses LdE-Beispiels. Es zeigt, wie viele Gelegenheiten Lernen durch Engagement Lehrer*innen bietet, um Demokratiekompetenz zu diskutieren, zu reflektieren und schließlich zu erleben.

Die Idee

Zusammenhalt hatte in unserem Projekt oberste Priorität und diesen wollen wir auch in der Gesellschaft stärken, schreiben die Elftklässler*innen der Heinrich-Heine-Schule. An die Motivation und Interessen der Schüler*innen knüpfend entschied die Lehrerin, die Bildungsplanvorgaben für Wirtschaft und Politik mit Lernen durch Engagement umzusetzen. Die Jugendlichen setzten sich zunächst intensiv mit Feindbildern, Rassismus und Antisemitismus sowie antidemokratischen Haltungen, Handlungen und politischem Extremismus auseinander. Sie analysierten Texte, Grafiken, Statistiken und Karikaturen, entwickelten eigenständig Umfragen.

Wir erreichten unser Ziel, den Leuten das Thema näher zu bringen, um sie zum Nachdenken anzuregen und schossen sogar noch darüber hinaus. Wir lernten auf dem Weg zu diesem Erfolg, was Teamarbeit und Teamwille wirklich bedeuten.

LdE-Schüler*in Heinrich-Heine-Schule, Büdelsdorf

In Auswertungs- und Reflexionsgesprächen stellten die jungen Menschen fest, dass Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft und ihrer Lebenswelt präsente Themen sind, die sie beschäftigen. Unter dem gemeinsamen Motto Gegen SchwarzWeiß.Denken. wollten sich die Schüler*innen mit unterschiedlichen Projekten und Aktionen für Demokratie und Vielfalt stark machen.

Die pädagogische Begleitung

In Vorbereitung auf ihr Engagement sammeln die Schüler*innen zunächst, welche Fähigkeiten jede*r einzelne mitbringt, damit alle ihre Stärken einsetzen können. Begleitet wird das von intensiver Reflexion individueller Kompetenzen und der Schulung von Eigen- und Fremdwahrnehmung.

Bereits in der Vorbereitung schärfen die Schüler*innen so ihr Bewusstsein für den Reichtum einer vielfältigen Gesellschaft und etablieren eine Kultur der Wertschätzung. Die Lehrerin schafft außerdem Zeitfenster, um sich in andere Ansichten hinein zu versetzen und komplexe Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren zu können. In regelmäßigen individuellen Feedbackgesprächen gibt die begleitende Lehrerin den Schüler*innen die Gelegenheit, Schwierigkeiten zu äußern, Ursachen zu ergründen und Lösungen zu finden.

Das Engagement

Die Jugendlichen organsierten ihre Projekte in Gruppen und kamen immer wieder in der gesamten Klassengemeinschaft zusammen, um Themen zu vertiefen, Verantstaltungen vorzubereiten und die fachliche Diskussion zu üben. Eigenständig kontaktierten sie mögliche außerschulische Engagementpartner*innen, um sich in ihrem Ort echter gesellschaftlicher Probleme anzunehmen und für Zusammenhalt und gegen Diskriminierung stark zu machen.

In vielfältigen und eigens erarbeiteten Projekten werden die Schüler*innen schließlich für Demokratie und Zusammenhalt aktiv: Einige von ihnen sensibilisieren Kinder einer fünften Klasse für Vorurteile, mit einem eigens gestalteten Workshop, der sich auf weitere Gruppen ausweiten lässt. Andere Schüler*innen organisieren eine Podiumsdiskussion zu den Ursprüngen der Rassismen in unserer Gesellschaft, eine ausgebuchte Veranstaltung mit Fachexpertise. Wieder andere Schüler*innen laden unter dem Motto „Kennenlernen gegen Vorurteile“ zu interkulturellen Treffen ein, sie machen mit Flashmobs und Flyern auf Diskriminierung aufmerksam, und sie dokumentieren ihr Engagement mit der Kamera. 

Gemeinsamer Abschluss vielfältiger Projekte

Nach mehreren Wochen und Aktionen der Schüler*innen schlossen sie ihre Projekte mit einer offiziellen und öffentlichen Abschluss- und Anerkennungsfeier ab. Die Elftklässler*innen stellten ihre persönlichen Höhen und Tiefen des Projekts vor, teilten ihre Erfahrungen und präsentierten anderen Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und der Schulleitung sowie Engagementpartner*innen ihre Projekte – im Zeichen des Zusammenhalts unserer Gesellschaft.

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