Welche Potenziale bietet Lernen durch Engagement für die Resilienzförderung von Schüler*innen – und welche pädagogischen Strategien machen den entscheidenden Unterschied? Das erfahren Sie hier.
Wir leben in einer sich rasant wandelnden Zeit, in der sich Krisen nicht mehr ablösen, sondern überlagern. Die Trendstudie Jugend in Deutschland 2022/23 hebt hervor, dass die Themen Krieg, Klimawandel und Inflation jungen Menschen besondere Sorgen bereiten. Auch in anderen Kontexten werden junge Menschen größtenteils alleine gelassen: seien es die mentale Gesundheit oder Anfeindungen im digitalen Raum.
Lernen durch Engagement ermöglicht Unterrichtssettings, die Sorgen von Schüler*innen als Lerngegenstand aufgreifen und jungen Menschen gleichzeitig die stärkende Chance bieten, aktiv zu werden. Was beschäftigt meine Schüler*innen aktuell, was treibt sie um, was bereitet ihnen Sorge? Der reale Bedarf muss nicht zwingend durch die Erkundung außerhalb der Schule entstehen, sondern kann auch im Klassenzimmer selbst festgestellt werden, um im nächsten Schritt außerhalb der Klasse zu erkunden: Geht es auch anderen so?
Warum ein Ansetzen bei den Empfindungen und Gedanken der Schüler*innen besondere Wirkung hat: Jene Problemfelder zu bearbeiten wirkt dem Gefühl der Ohnmacht entgegen und stärkt das Kohärenzgefühl der Schüler*innen. Über das projektorientierte Lernen – mit persönlich relevanter Zielstellung, einem klaren Abschluss und einer Wirkung nach außen – kann LdE grundsätzlich die Resilienz von Schüler*innen stärken.