13. Dezember 2017 Dialogveranstaltung ZwischenMenschliche Kulturkiste

Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung in den Dialog bringen

Mehr als 100 Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung kamen und brachten in kreativen Workshops mit Musik, Gesang, Theater, Tape-Art, Comic und Fotografie ihre Ideen für ein Miteinander in Berlin ein und diskutierten mit Akteur*innen der Bildungsarbeit, Bildungspolitik und -verwaltung. Der kulturelle Rahmen wurde von der Bühne für Menschenrechte gestaltet - ihre "Asylmonologe" gaben wichtige Denkanstöße ebenso wie der fachliche Impuls von Mohini Lokhande (Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration): Über Begegnung, gemeinsames Engagement und einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt in der Schule kann das Zusammenwachsen in der Gesellschaft gelingen. 

Wie das konkret aussehen kann, zeigten sehr konkret die sechs vorgestellten Schulprojekte, die derzeit im Rahmen des Modellprojektes ZwischenMenschlich - Miteinander Vielfalt leben entstehen: An der Schule am Schloss in Charlottenburg z.B. beschäftigen sich Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung gemeinsam mit Orten der Erinnerung und Kulturerbe und erstellen mehrsprachige Stadtteilführungen für Willkommensklassen und Menschen aus dem Stadtteil. Dabei entstehen vielfältige Begegnungen, die sich gemeinsam aktiv in die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens vor Ort einbringen.

"Die LdE-Projektstunden sind für mich die schönsten Momente der Woche" (Schülerin einer Willkommensklasse, Otto-von-Guericke-Schule)

Mit dem Projekt ZwischenMenschlich, das seit März 2017 von der Stiftung Lernen durch Engagement in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin, Schulaufsicht und Verbundleitung der Regionalen Fortbildung im Regionen-Verbund 03 an sechs Berliner Schulen umgesetzt wird, erproben Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung die innovative Lernform Lernen durch Engagement (engl. Service-Learning, kurz LdE), die fachliches Lernen mit einem gesellschaftlichen Engagement verbindet.

Das Projekt wird gefördert von der Freudenberg Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Stiftung Berliner Sparkasse. Die "ZwischenMenschliche Kulturkiste" fand in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

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