09. September 2026 Kommentar

#PISA

77 % der 15-jährigen Schüler*innen sind neugierig. Gleichzeitig hält ein Drittel Schule für Zeitverschwendung. Die fachlichen Leistungen sind so niedrig wie nie zuvor, und die soziale Herkunft entscheidet in Deutschland weiterhin besonders stark über den Bildungserfolg junger Menschen.

Damit macht die PISA-Studie 2025 einmal mehr eine gemeinsame Aufgabe deutlich: Unterricht muss fachliches Lernen stärken, Schüler*innen aktivieren und sie erleben lassen, warum sich Lernen lohnt, insbesondere für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen.

Dafür steht Lernen durch Engagement (LdE, engl. Service-Learning):

  • Fachliche Kompetenzen stärken: Schüler*innen wenden ihre Fähigkeiten dort an, wo sie gebraucht werden, und vertiefen sie. Sie lesen, um anderen vorzulesen. Sie rechnen, um gemeinsam mit einer Tafel Lebensmittelspenden bedarfsgerecht zu planen. Sie recherchieren, um eine Kampagne gegen Desinformation zu entwickeln. Sie nutzen ihr fachliches Wissen, erproben es im Handeln und lernen aus ihren Erfahrungen weiter.
     
  • Lernen relevant machen: Dabei geht es um mehr als gute Schulnoten. Es entsteht etwas, das für andere Menschen und die Gesellschaft einen Wert hat. Schüler*innen erleben: Was ich in der Schule lerne, hat mit der Welt zu tun und ich kann mit meinem Wissen etwas bewirken.
     
  • Mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen: Diese Erfahrungen dürfen nicht davon abhängen, welches Elternhaus, welche Freizeitangebote oder welche außerschulischen Möglichkeiten ein Kind hat. Weil LdE Teil des regulären Unterrichts ist, erreicht es ganze Lerngruppen: Sie bringen ihre Stärken ein, erleben sich als kompetent und lassen sich auf Lernprozesse ein, weil sie unmittelbar erleben, wofür sie das Gelernte brauchen.

Die PISA-Ergebnisse bestärken uns: Gerade jetzt braucht es mehr Lernen durch Engagement.
 

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