09. April 2026 Nachruf

Abschied von Marion Schlüter

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Marion Schlüter, die Lernen durch Engagement über viele Jahre hinweg mit außergewöhnlicher Kraft und Überzeugung geprägt hat und am 22. Februar 2026 unerwartet verstorben ist. 

Für die Stiftung Lernen durch Engagement, für das bundesweite Netzwerk LdE und besonders für Schleswig-Holstein war Marion Schlüter ein großer Glücksfall. Vor rund 15 Jahren fand sie zu LdE: zunächst als Lehrerin und Teil des Schulleitungsteams der Kurt-Tucholsky-Schule in Flensburg, später als Gründerin und Leiterin des LdE-Kompetenzzentrums in Schleswig-Holstein. Früh erkannte sie, welches Potenzial in LdE für Unterricht, Schüler*innen und Schule als Ganzes liegt. Mit ihrer Entschlossenheit und ihrem unermüdlichen Einsatz hat sie entscheidend dazu beigetragen, dass LdE in Schleswig-Holstein fest in der Schullandschaft verankert ist und auch in der Lehrer*innenbildung seinen Platz gefunden hat. 

Marion setzte sich mit viel Kraft dafür ein, LdE bekannt zu machen, Partner*innen zu gewinnen, LdE gemeinsam weiterzudenken, Synergien zu schaffen und LdE in Strukturen zu überführen, auch über Schleswig-Holstein hinaus. So hat sie Kooperationen gestärkt, Partner*innen beraten, Kolleg*innen inspiriert und Entwicklungen angestoßen, die bis heute nachwirken. Für dieses Wirken und Engagement in Schleswig-Holstein überreichte ihr im August 2022 Ministerpräsident Daniel Günther die Bundesverdienstmedaille. 

Für uns in der Stiftung war sie eine wichtige Wegbegleiterin. Wir schätzten sie sehr als kluge Impulsgeberin, als verlässliche Kooperationspartnerin und vor allem als ehrliche, konstruktive Mitdenkerin mit Humor und Haltung. Sie hat unsere Arbeit und Programme über die Jahre mit ihrer Expertise und Erfahrung bereichert, uns herausgefordert und auch immer wieder darin bestärkt, warum LdE als Unterrichtsform so relevant ist: „LdE ist die Antwort“, sagte sie regelmäßig mit Blick auf die schulischen Gegebenheiten und Herausforderungen. 

Marion Schlüter wird uns, dem bundesweiten Netzwerk und allen Partner*innen sehr fehlen. Wir sind dankbar für alles, was sie aufgebaut und angestoßen hat und sind überzeugt, dass ihr Wirken weiterleben wird, ob in den Schulen, in den Strukturen oder in den vielen Menschen, die sie geprägt hat. Unser tiefstes Mitgefühl geht an ihre Familie und alle Menschen, die ihr nahestanden. 

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