Geschäftsstelle des Netzwerks Service-Learning – »Lernen durch Engagement«,
Freudenberg Stiftung
,
Brunnenstraße 29, 10119 Berlin, info@lernen-durch-engagement.de

LdE Newsletter Sommer 2013

Liebe Netzwerkschulen, Kompetenzzentren, Partner und Service-Learning-Interessierte,

mitten in der schönen Sommerzeit melden wir uns zurück mit jeder Menge Neuigkeiten aus dem Netzwerk und rund um Lernen durch Engagement. Wir berichten von der großen LdE-Netzwerk-Jahrestagung in Bensberg im April und zeigen Ihnen die schönsten fotografischen Eindrücke der Tagung. Lesen Sie außerdem, wie der Auftakt unserer bundesweiten LdE-Schulbegleiterqualifizierung verlaufen ist, was das Netzwerk "Service-Learning – Lernen durch Engagement" beim VISION SUMMIT in Berlin macht und welchen Preis eine LdE-Netzwerkschule aus Bamberg gewonnen hat.

Außerdem haben wir LdE-Ideen für Sie gesammelt, diesmal ganz aktuell zur anstehenden Bundestagswahl. Vielleicht finden Sie auch in Ihren LdE-Vorhaben Anknüpfungspunkte rund um das Thema "Wahlen"? Oder Sie lassen sich inspirieren zu einer neuen Reflexionsmethode mit Ihren SchülerInnen? Bei unserer "Entdeckungsreise durchs Praxisbuch" lesen Sie, welche spannenden Reflexionsmethoden das Praxisbuch Service-Learning bereithält und wie Sie diese anwenden können.

Viel Freude beim Stöbern in unserem Newsletter!

Wir wünschen Ihnen einen schönen verbleibenden Sommer und einen guten Start ins neue Schuljahr,

Ihr Lernen-durch-Engagement-Team

Über diesen Newsletter

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich über die Webseite angemeldet haben, Schule oder Kompetenzzentrum im Netzwerk sind oder weil wir denken, dass Sie Interesse an den Informationen haben könnten. Der Newsletter erscheint zwei bis drei Mal im Jahr. Falls Sie ihn nicht weiter erhalten möchten, können Sie sich [HIER] abmelden. 

Falls der Newsletter in Ihrem Mailprogramm nicht richtig angezeigt wird, also nicht in Farbe, mit Bildern und rot-gelbem Layout erscheint, die Schrift zu klein ist, der Text ohne Absätze zu sehen ist oder die Links nicht funktionieren, dann schauen Sie sich den Newsletter bitte direkt online unter folgendem Link an:

http://www.servicelearning.de/index.php?id=110 (http://www.servicelearning.de/index.php?id=110).

Neues aus dem Netzwerk

Große Jahrestagung des Netzwerks "Service-Learning Lernen durch Engagement". Vom 24. bis 26. April 2013 fand in Bensberg bei Köln die bundesweite Jahrestagung des von der Freudenberg Stiftung geförderten Netzwerks "Service-Learning – Lernen durch Engagement" statt. Rund 120 Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen zu Austausch und Fortbildung zusammen: LehrerInnen aus den LdE-Netzwerkschulen, SchulbegleiterInnen aus den LdE-Kompetenzzentren und Gäste aus weiteren Partnerorganisationen nutzten die gemeinsame Zeit, um Einblicke in die vielfältige LdE-Praxis im Netzwerk zu gewinnen, zum Tagungsthema zu diskutieren, die eigene pädagogische Arbeit zu reflektieren und voneinander zu lernen. Lesen Sie [weiter unten] in diesem Newsletter mehr über die LdE-Netzwerk-Jahrestagung 2013 und erfahren Sie, wo Sie die Materialien und Fotos der Tagung anschauen können!

LdE bei Demokratie-Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Bei der Tagung "Baustelle Demokratie. Wo Einmischen heute gefragt ist" der Heinrich-Böll-Stiftung wurde am 21. Juni in Berlin auch Lernen durch Engagement vorgestellt. Im Workshop "Demokratie-Lernen – Was braucht demokratische Schule?" berichtete Franziska Nagy (Freudenberg Stiftung, Geschäftsstelle des LdE-Netzwerks) über das Potenzial zum Demokratie-Lernen bei Service-Learning. Außerdem wurde der "Klassenrat" als Methode vorgestellt. In anschließenden Kleingruppen diskutieren die TeilnehmerInnen, wie demokratische Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen mit Ansätzen wie Service-Learning oder Klassenrat gefördert werden können. Mehr zum Workshop und zur gesamten Veranstaltung finden Sie unter http://www.boell.de/demokratie/demokratie-dossier-baustellen-der-demokratie-17284.html. 

LdE-Netzwerk bei Fachworkshop im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Wie können Ansätze des "Engagementlernens" wie z. B. Service-Learning innerhalb lokaler Bildungslandschaften erfolgreich umgesetzt werden? Dazu diskutierten am 12. April im Familienministerium in Berlin über 70 VertreterInnen aus Schule, Kommune, Jugendhilfe und Zivilgesellschaft. Unter den Teilnehmenden des Fachworkshops, der vom Nationalen Forum für Engagement und Partizipation (NFEP) ausgerichtet wurde, waren auch zahlreiche Mitwirkende des LdE-Netzwerks: Olaf Ebert (Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.) stellte die Entwicklung von Service-Learning in Sachsen-Anhalt und die Arbeit als LdE-Kompetenzzentrum vor. Ulrich Koch vom Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg (LdE-Netzwerkschule) und die Lebenshilfe Bamberg (Engagementpartner der Schule) berichteten von ihrer erfolgreichen 10-jährigen LdE-Partnerschaft. Dr. Heike Schmidt (LdE-Kompetenzzentrum BürgerStiftung Hamburg) und Carla Gellert (Freudenberg Stiftung) diskutierten in einem Workshop mit den Teilnehmenden, wie Schulen bei LdE beraten und unterstützt werden können. Der Fachworkshop bildete den letzten Teil einer Reihe rund um das Thema "Engagementlernen" mit Fokus auf Service-Learning (wir berichteten u. a. im [Winter-Newsletter 2012]).

LdE von Bayern bis Berlin – mit IN VIA Deutschland e.V. und dem Freiwilligen Zentrum Augsburg. Im Frühjahr haben Susanne Nowak (IN VIA Deutschland, Mitwirkende im Netzwerk Lernen durch Engagement) und Ulrico Ackermann (Freiwilligen Zentrum Augsburg, LdE-Kompetenzzentrum) die Service-Learning-Idee bei gleich drei Veranstaltungen von Bayern bis Berlin gestreut: Am 21. März stellten sie beim Thementag "Keine Zeit (mehr) fürs Engagement? Freiwilligenagenturen und Jugend" der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) in Würzburg vor, wie sich Schulen als Lernorte für Engagement öffnen und wie Freiwilligenagenturen sie dabei unterstützen können. Am 9. April präsentierten sie LdE in der Carithek in Bamberg: Gemeinsam mit den Kolleginnen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (LdE-Netzwerkschule) fand dort ein Workshop für interessierte LehrerInnen statt: "Was Hänschen nicht lernt ... – Der Engagementort Schule und das Prinzip des Service-Learning". Von Bayern ging es weiter nach Berlin: Bei der Caritas-Konferenz am 18./19. April boten Susanne Nowak und Ulrico Ackermann Interessierten der Caritas Einblicke in die Lehr- und Lernform. Eine spannende Reise mit LdE! Mehr zum Thementag in Würzburg finden Sie hier: http://bagfa.de/index.php?id=205.

DuaLernen – LdE in Dänemark vorgestellt. Anfang des Jahres nutzten wir die Chance, LdE nach Dänemark zu tragen! Das Institut für Talententwicklung (IfT) hatte eingeladen, Lernen durch Engagement auf der DuaLernen-Messe in Krusau/Krusaa (in Dänemark, Grenzgebiet von Flensburg) vorzustellen. "DuaLernen – Forum für LehrerInnen" lädt regelmäßig ein zu Dialog und Kooperation zwischen Schulen/LehrerInnen und Schulpartnern wie z. B. Ausbildungsbetrieben, Institutionen und Hochschulen. Die Idee: mit außerschulischen Lernorten realitätsnah lernen und Theorie und Praxis miteinander kombinieren. Silke van Kempen (Freudenberg Stiftung, Geschäftsstelle des LdE-Netzwerks) gab einen Workshop für interessierte LehrerInnen und informierte an einem Stand auf der DuaLernen-Messe über das Netzwerk LdE. Mehr zur Veranstaltung und zum Programm finden Sie unter http://www.erfolg-im-beruf.de/index.php?id=134.

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Neues aus Baden-Württemberg

Netzwerkschulen geben Service-Learning-Wissen und Erfahrungen weiter – Fortbildung auf der Comburg bei Schwäbisch Hall. In Baden-Württemberg machen sich seit Anfang des Jahres vier LdE-Netzwerkschulen auf den Weg, ihre langjährigen Erfahrungen mit Lernen durch Engagement anderen Schulen weiterzugeben. Die Eduard-Spranger-Schule Reutlingen, die Realschule Osterburken, die Schillerschule Münsingen und das Wentzinger Gymnasium Freiburg können dank einer weiteren, zweijährigen Förderung durch das Kultusministerium Baden-Württemberg jeweils eine neue Schule bei der Implementierung und Durchführung von LdE beraten und begleiten. Hierzu fand Ende Januar ein gemeinsamer Auftaktworkshop mit den vier LdE-Netzwerkschulen und den gewonnenen Partnerschulen (Realschule Buchen, Internationaler Bund (IB) e. V. Bildungszentrum Reutlingen, Droste-Hülshoff-Gymnasium Freiburg) auf der Comburg bei Schwäbisch Hall statt. Die Fortbildung wurde vom Kultusministerium gefördert und von der Geschäftsstelle des Netzwerks "Service-Learning – Lernen durch Engagement" mitorganisiert und inhaltlich unterstützt. Während der drei Tage widmeten sich die TeilnehmerInnen den Service-Learning-Grundlagen und entwickelten gemeinsam erste LdE-Projektideen für die neuen Schulen, die im Laufe des kommenden Schuljahres umgesetzt werden. Wir wünschen den Schulpartnerschaften viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit Lernen durch Engagement!

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Neues aus Bayern

Unsere Netzwerkschule, das Franz-Ludwig-Gymnasium (FLG) in Bamberg, hatte im Frühjahr erneut Grund zur Freude! Nachdem die Schule bereits im Dezember mit dem Jugendpreis 2012 für das LdE-Seminar "Biografiearbeit", ausgezeichnet worden war (wir berichteten [im letzten Newsletter]), gab es im März eine weitere Auszeichnung: Die 10-jährige LdE-Partnerschaft des FLG mit den Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten wurde mit dem C. C. Buchner Sonderpreis 2013 gewürdigt. In der Begründung der Jury heißt es: „Die Partnerschaft […] ist ein in höchstem Maße auszeichnungswürdiges Projekt, das seinesgleichen sucht." Und weiter: "Die Zusammenarbeit unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung aller Beteiligten. Sie erweitert das Erfahrungsfeld und fördert die Lebensqualität sowohl auf Seiten der Schule als auch auf Seiten der Lebenshilfe-Werkstätten." Mehr zum Preis erfahren Sie unter http://homepage.bnv-bamberg.de/flg-blw-partnerschaft/2013-buchner-preis/index.html. Wir gratulieren dem Franz-Ludwig-Gymnasium, den LehrerInnen, SchülerInnen und den KollegInnen der Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten herzlich zu dieser großartigen Auszeichnung!

Das Kaiser-Heinrich-Gymnasium in Bamberg, eine weitere LdE-Netzwerkschule, stand mit seinen LdE-Vorhaben im Fokus eines Artikels im Phorms-Magazin, in dem über Lernen durch Engagement und das Netzwerk berichtet wurde. Lesen Sie selbst: Sie finden den Artikel "Eine eins in Mathe ist nicht alles", in dem Schulleiter Michael Strehler, zwei Schüler sowie Carla Gellert (Freudenberg Stiftung) zu Wort kommen, unter folgendem Link: http://www.bildungsthemen.phorms.de/Themen/Gesellschaftliches-Engagement/Eine-Eins-in-Mathe-ist-nicht-alles.

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Neues aus Hamburg

Fotos: Kirsten Haarmann

Rückblick: Fachtagung des LdE-Projekts ['You:sful] der BürgerStiftung Hamburg (LdE-Kompetenzzentrum). "Wie das Lernen im Service-Learning gelingt" fragte Anfang April die 5. Fachtagung des LdE-Projekts ['You:sful] der BürgerStiftung Hamburg, die traditionell im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) stattfand. Die BürgerStiftung ist LdE-Kompetenzzentrum für die Hansestadt und hatte erfahrene LdE-Schulen sowie Neulinge und Neugierige zu Fortbildung und Austausch rund um Service-Learning eingeladen. Viele LehrerInnen, SchülerInnen und andere Interessierte waren gekommen und bestaunten die vielfältige Hamburger Service-Learning-Welt: Die Netzwerkschulen präsentierten ihre LdE-Vorhaben mit Postern und Materialien, an Stellwänden und im persönlichen Gespräch. So berichteten engagierte Grundschüler, wie sie für Kitakinder spannende naturwissenschaftliche Experimente entwickelt haben; Achtklässler stellten vor, wie sie sich im Unterricht mit Flüchtlingsrechten beschäftigten und in Zusammenarbeit mit Amnesty International einen Flashmob organisierten, um öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen; SchülerInnen eines 7. und 8. Jahrgangs zeigten, wie sie im Wahlpflichtkurs Service-Learning ein Erinnerungstraining für demenzkranke BewohnerInnen im Seniorenheims begleiteten … Neben den schönen Einblicken in die LdE-Vorhaben der Hamburger Schulen erhielten die Gäste der Fachtagung frischen Input aus der Forschung rund um Service-Learning. Sandra Zentner (Freudenberg Stiftung, Geschäftsstelle des LdE-Netzwerks) präsentierte erste Ergebnisse aus ihrer Studie zur Wirkung von Service-Learning auf SchülerInnen. Anschließend konnten die Teilnehmenden in drei unterschiedlichen Workshops neue Impulse für die Weiterentwicklung von Unterricht mit Lernen durch Engagement mitnehmen und dazu mit der Gruppe diskutieren und reflektieren. Die schöne Tagungsdokumentation – in Wort und Bild – finden Sie [hier auf der Seite der BürgerStiftung Hamburg zum Download]. Mehr Infos über Service-Learning in Hamburg finden Sie unter: http://www.buergerstiftung-hamburg.de/yousful

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Erfolgreicher Auftakt der LdE-Schulbegleiterqualifizierung 2013 – und Einladung zur Teilnahme 2014!

Im vergangenen Newsletter berichteten wir von einem großen Erfolg für das Netzwerk "Service-Learning – Lernen durch Engagement": Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) unterstützt seit 2012 mit einer dreijährigen Förderung die bundesweite Qualifizierung neuer LdE-SchulbegleiterInnen – mit dem Ziel, durch weitere LdE-Kompetenzzentren und SchulbegleiterInnen mehr Schulen und LehrerInnen bei der Umsetzung von Service-Learning zu beraten und zu unterstützen und damit mehr SchülerInnen Erfahrungen mit LdE zu ermöglichen. Koordiniert und durchgeführt wird die Qualifizierung von der Geschäftsstelle des Netzwerks in Zusammenarbeit mit erfahrenen KollegInnen aus LdE-Kompetenzzentren.

Die erste Runde der LdE-Schulbegleiterqualifizierung 2013 hat im Sommer begonnen: In Bad Driburg, Bad Fallingbostel und Heigenbrücken nahmen insgesamt 40 (zukünftige) SchulbegleiterInnen für LdE am ersten Modul der Qualifizierung teil. Gemeinsam tauschten sich bereits Aktive und Neuankömmlinge im LdE-Netzwerk zu den Grundlagen von Lernen durch Engagement und zu ihren Aufgaben und Erfahrungen bei der Gewinnung, Beratung und Unterstützung von Schulen aus: Wie erreichen wir Schulen für Service-Learning? Wie gelingt ein guter Start ins LdE-Vorhaben? Wie können wir Schulen zu Beginn unterstützen? ... Wir danken allen Teilnehmenden für die kreativen und spannenden Tage und freuen uns auf die weiteren Module im Herbst!

Seien Sie beim nächsten Jahrgang dabei!
2014 wird es einen zweiten Jahrgang der LdE-Schulbegleiterqualifizierung geben. Sie sind herzlich eingeladen, daran (kostenfrei) teilzunehmen.
Voraussetzung ist, dass Sie entweder für eine zivilgesellschaftliche Organisation (z. B. Freiwilligenagentur, Bürgerstiftung, sonstige gemeinnützige Institution...) tätig sind, die Interesse hat, mit Schulen zusammenzuarbeiten und als Kompetenzzentrum im Netzwerk "Service-Learning – Lernen durch Engagement" mitzuwirken, oder dass Sie als Einzelpersonen (idealerweise mit pädagogischem Hintergrund) – ggf. in Anbindung an ein bestehendes Kompetenzzentrum – als LdE-SchulbegleiterIn im Netzwerk mitwirken möchten. Alles Weitere besprechen wir gern im persönlichen Kontakt. Bei Interesse und für weitere Informationen schreiben Sie uns an: info@lernen-durch-engagement.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

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Termine

30. August: LdE beim VISION SUMMIT in Berlin – seien Sie dabei und werden Sie kreativ mit uns! Service Learning Lernen durch Engagement und Ein Quadratkilometer Bildung laden beim VISION SUMMIT in Berlin zur Vorkonferenz WERK.STATT.LERNEN ein. Bei uns werden Sie selbst aktiv: Am 30.8. von 13.30 bis 17.30 Uhr entdecken Sie in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli die beiden Schlüsselprogramme der Freudenberg Stiftung kreativ und erkunden selbst, wie Ein Quadratkilometer Bildung und Lernen durch Engagement Bildung bundesweit verändern. Begleitet von Programm Guides und Künstlern entsteht mit Ihnen ein grafisches Werk, das von den Visionen und Erfolgen der Programme erzählt. Die Vorkonferenz findet als Teil des VISION SUMMIT 2013 „EduAction / Lernkultur Potentialentfaltung“ statt. Der VISION SUMMIT will die Diskussion um eine zukunftsfähige Bildung und die praktische Umsetzung einer Lernkultur der Potenzialentfaltung voranbringen. Werden Sie mit uns Teil dieser Diskussion, melden Sie sich an! Das gesamte Programm und Infos zur Anmeldung finden Sie hier: http://www.visionsummit.org/events/308-192013/vision-summit/vorkonferenzen-programme.html (Die Teilnahmegebühr für die Tageskonferenz beträgt 30 Euro und ist nicht mit einer Teilnahme am gesamten Vision Summit verbunden. Falls Sie Probleme mit der Anmeldung oder Rückfragen zur Veranstaltung haben, melden Sie sich bei uns: info@lernen-durch-engagement.de). Wir freuen uns, Sie am 30. August in Neukölln zu begrüßen!

10. bis 21. September: Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2013. Jedes Jahr würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit einer deutschlandweiten Aktionswoche die Arbeit von mehr als 23 Millionen freiwillig Engagierten. In diesem Jahr findet sie vom 10. bis 21. September statt. "Engagement macht stark!" ist das gemeinsame Motto aller Initiativen, Vereine, Verbände, staatlichen Institutionen und Unternehmen, die sich aktiv an der größten nationalen Freiwilligenoffensive beteiligen. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die Aktionswoche lebt davon, dass viele BürgerInnen und Institutionen sich mit eigenen Veranstaltungen einbringen. Gibt es vielleicht auch bei Ihnen im September eine Veranstaltung rund um LdE? Dann tragen Sie sie hier in den Engagementkalender ein: http://www.engagement-macht-stark.de – oder besuchen Sie eine der zahlreichen interessanten Veranstaltungen zur Feier des bürgerschaftlichen Engagements in Ihrer Region. Viel Freude dabei!

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Entdeckungsreise durchs Praxisbuch – heute: Reflexionsmethoden!

Foto: Copyright Beltz Verlag

In unserem Praxisbuch Service-Learning. »Lernen durch Engagement« an Schulen (Seifert, Zentner & Nagy, 2012) steckt eine Fülle an Tipps, Umsetzungsideen, Anregungen und Materialien – auch für Ihr Lernen-durch-Engagement-Vorhaben. Mit dieser neuen Newsletterrubrik möchten wir Sie einladen, gemeinsam mit uns im Praxisbuch zu stöbern. Dazu stellen wir Ihnen immer mal wieder besondere Fundstücke vor. Als erste Station springen wir auf unserer Entdeckungsreise zu den "Materialien" am Ende des Praxisbuchs – und hier zugleich mitten ins Herz von LdE: Der Qualitätsstandard "Reflexion" wird oft als das Herzstück von Lernen durch Engagement beschrieben, als Bindestrich zwischen "Service" und "Learning" und als Schlüssel, um Kindern und Jugendlichen bei LdE ein echtes "Lernen durch Erfahrung" zu ermöglichen.

Daher haben wir im Praxisbuch in Material M18 (S. 207ff.) für Sie verschiedene Reflexionsmethoden zusammengestellt, die sich für LdE besonders eignen. Stöbern Sie selbst, und finden Sie die für Ihr LdE-Vorhaben und Ihre SchülerInnen passenden Methoden. Wie wäre es zum Beispiel mit ...

  • Wort der Woche: SchülerInnen notieren sich im Verlauf des Engagements Worte (zum Beispiel ein Wort pro Woche), die sie aufschnappen, aber selbst noch nicht kennen (zum Beispiel Fachbegriffe). In der Klasse darf jede ihr/jeder sein Wort der Woche nennen, und die Klasse reflektiert darüber (Was stellt Ihr Euch unter dem Begriff vor? Woran erinnert Euch das Wort? Wo könnten wir nachschauen, was das Wort bedeutet?) Ist die Bedeutung geklärt, kann sich eine inhaltliche Reflexion dazu ergeben. Oder die SchülerInnen schreiben ihre Gedanken dazu im Lerntagebuch auf, fertigen eine Zeichnung dazu an oder ...

  • Gefühle auf hoher See: Nachdem ein großer blauer Bogen Papier an der Wand aufgehängt wurde (= das Meer), werden mit Tesafilm einige grüne, runde Zettel angeheftet (= Emotionsinseln), auf denen Begriffe wie Begeisterung, Spaß, Stress, Neugier, Freude, Unsicherheit usw. stehen. Die SchülerInnen basteln nun Schiffchen aus buntem Papier, beschriften diese mit ihren Namen und "lassen die Schiffe zu Wasser" ... So entsteht ein bunter Überblick über die Stimmungslage der Gruppe und darüber, wie sie sich im Verlauf des LdE-Vorhabens verändert. Das Bild bietet Anlass für Gespräche, Nachfragen, gemeinsame Reflexion ...

Eine vollständige Beschreibung der Methoden und viele weitere Reflexionsmethoden finden Sie im Praxisbuch Service-Learning in Kapitel 5 "Materialien für die Praxis" (M18, S. 207ff.). Sie haben noch kein Praxisbuch? Dann schreiben Sie uns an info@lernen-durch-engagement.de!

Mehr zum Thema Reflexion und deren pädagogischen Umsetzung finden Sie weiter vorne im Buch, im Kapitel Reflexion (S. 94ff.). Dort lesen Sie z. B. worauf es bei der Reflexion bei LdE ankommt, etwa darauf, ...

  • Reflexion zu verschiedenen Themenbereichen zu ermöglichen (Reflexion über sich selbst, Reflexion über den Projektverlauf, Reflexion über den Zusammenhang von Lernen und Engagement, Reflexion über den gesellschaftlichen Kontext des Engagements).
  • VOR, WÄHREND und NACH dem Engagement der SchülerInnen zu reflektieren.
  • bei den SchülerInnen eine Tiefe im Nachdenken zu erreichen.
  • inhaltlich und methodisch vielfältig zu reflektieren, um allen Lernenden einen Zugang zum Nachdenken über ihre Erfahrungen bei Service-Learning zu ermöglichen.

Im Buch erhalten Sie Anregungen und Praxisbeispiele, wie dies bei LdE gelingen kann. Viel Freude beim Stöbern und beim Anwenden der Methoden mit Ihren SchülerInnen. Vielleicht schon im bald beginnenden neuen Schuljahr?

Seifert, A., Zentner, S. & Nagy, F. (2012). Praxisbuch Service-Learning. »Lernen durch Engagement« an Schulen. Weinheim: Beltz.

http://www.beltz.de/de/paedagogik/beltz-paedagogik/paedagogik-katalog/titel/praxisbuch-service-learning-1.html

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Aus den Schulen spezial: Die Schulbeispiele der LdE-Jahrestagung

Foto: Cordula Sorg

"Mit LdE Demokratie und Zivilgesellschaft stärken" und "Mit LdE Unterricht und Lernkultur verändern". Um die Verbindung und um das Finden der Balance zwischen den beiden Kernzielen von Lernen durch Engagement drehte sich die LdE-Jahrestagung 2013 – und zwei Netzwerkschulen zeigten, wie dies in der Praxis gelingt: Die Carl-Engler-Realschule aus Hemsbach (Baden-Württemberg) mit Lehrerin Karin Brand präsentierte ihr LdE-Vorhaben "Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund" und die beiden Kolleginnen der Berufsbildenden Schule Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz), Cordula Sorg und Dr. Simone Waldmann, stellten ihren Wahlpflichtkurs "Lernen durch Engagement" vor. In die LdE-Aktivitäten beider Schulen wollen wir Ihnen im Folgenden einen Einblick geben ...

An der Carl-Engler-Realschule beschäftigen sich Lehrerin Karin Brand und ihre SiebtklässlerInnen im Unterricht mit Flüchtlings- und Integrationsfragen und mit Sprache als Fundament von Bildung und Integration. Parallel dazu setzen sich die SchülerInnen vier Monate lang an einem Nachmittag pro Woche für GrundschülerInnen mit Migrationshintergrund ein, indem sie mit den Kindern in den Räumen der Grundschule jeweils in Zweierteams Deutsch lernen und üben. So trainieren sie gemeinsam das Lesen und Leseverständnis, machen Übungen zum Erzählen, für den Wortschatz und zur Rechtschreibung oder zum Satzbau. Engagementpartner sind fünf Grundschulen aus der Umgebung Hemsbach-Laudenbach-Sulzbach, in denen GrundschülerInnen Förderbedarf im Bereich Sprache aufweisen.

Strukturell und inhaltlich ist das LdE-Vorhaben in das für baden-württembergische Realschulen seit 2004/2005 vorgeschriebene "Themenorientierte Projekt Soziales Engagement (TOP SE)" eingebunden, das den SchülerInnen ermöglichen soll, eigene Stärken zu erkennen, sich im selbstständigen und kooperativen Arbeiten im Team zu üben, die Erfahrung zu machen, was Verantwortung für andere Menschen bedeutet und soziales Denken, Urteilen und Handeln einzuüben (Bildungsplan Baden-Württemberg, Realschule) ...

Lesen Sie [weiter unten in diesem Newsletter] mehr zu diesem spannenden LdE-Vorhaben und erfahren Sie außerdem, was im LdE-Wahlpflichtkurs an der Berufsschule Bad Dürkheim bei der Zusammenarbeit von SchülerInnen mit der Lebenshilfe so alles los war ...!

Linktipp

Unser Linktipp führt Sie diesmal virtuell nach Hamburg – und zwar gleich zweimal! 

In Hamburg ist einiges los in Sachen Lernen durch Engagement! Davon können Sie sich nun auch mit Ihren eigenen Augen überzeugen, denn es gibt einen wunderbaren Film zu den LdE-Vorhaben, die von Dr. Heike Schmidt (BürgerStiftung Hamburg, LdE-Kompetenzzentrum) im Projekt ['You:sful] begleitet werden. Sie können den Film im Internet auf Youtube anschauen: Unter www.youtube.com/watch?v=Y7RPMoytaDw tauchen Sie in die Hamburger LdE-Welt ab und erleben hautnah, wo sich die SchülerInnen engagieren, was sie im Unterricht lernen und vorbereiten, welche Erfahrungen sie dabei machen und wie sie diese reflektieren. Die Grundschule Arnkielstraße und die Ida-Ehre-Stadtteilschule geben spannende Einblicke in ihren LdE-Alltag – schauen Sie selbst hinein und lassen Sie sich inspirieren! 

Passend dazu gibt es einen zweiten hanseatischen Linktipp: Die Grundschule Arnkielstraße präsentiert ihre Aktivitäten zu Lernen durch Engagement auch auf ihrer Schulhomepage. Klicken sie auf http://www.schule-arnkielstrasse.de/lernen-im-stadtteil/lernen-durch-engagement/ und finden Sie heraus, welche LdE-Projekte die Grundschule bereits durchgeführt hat. Vielleicht nehmen Sie auch eine Anregung für die Vorstellung von LdE auf Ihrer eigenen Schulhomepage mit?

Viel Spaß mit Lernen durch Engagement in Hamburg – in Wort, Bild und Ton :-)!

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Zum Thema: LdE-Projektideen zur Bundestagswahl

2013 ist Wahljahr in Deutschland! Ein idealer Anlass, Service-Learning mit dem Thema "Wahlen" zu verknüpfen.

Hier unser Ideen-Brainstorming – vielleicht ist auch eine Anregung für Ihr LdE-Vorhaben dabei?

  • SchülerInnen beschäftigen sich in Sozialkunde/Gesellschaftskunde/Politik damit, wie SeniorInnen, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen leben, wählen können und was die jeweiligen Parteiprogramme für ältere Menschen bereithalten. Dann organisieren und gestalten die SchülerInnen im ortsansässigen Seniorenwohnheim eine informative und zugleich gesellige "Kaffe- und Kuchenrunde" rund um die Bundes- oder Landtagswahl. Am Wahltag helfen die SchülerInnen, die älteren Menschen, die Unterstützung benötigen, zum Wahlort zu begleiten.
  • Im Englischunterricht vergleichen SchülerInnen den Wahlkampf in den USA und in Deutschland – und gestalten ein kreatives Theaterstück in Zusammenarbeit mit der örtlichen Bibliothek, in dem die unterschiedliche Kultur im Wahlkampf der beiden Länder thematisiert wird. Das Stück wird von den SchülerInnen in der Gemeinde beworben und in der Bibliothek aufgeführt. Danach laden die Jugendlichen zu einer Diskussionsrunde ein.
  • SchülerInnen recherchieren fächerübergreifend nach Möglichkeiten, wie man in der Gesellschaft oder dem eigenen Umfeld politisch partizipieren kann, selbst wenn man noch nicht wahlberechtigt ist. Wie können bereits Kinder und Jugendliche Kommunalpolitik mitgestalten? Welche Missstände fallen uns in unserer Umgebung auf? Ist der Park neben der Schule voller Müll, fahren zu wenige Busse, oder gibt es zu wenige Treffpunkte für Jugendliche? Was können wir dagegen tun und wer ist AnsprechpartnerIn im Stadtteil? Die SchülerInnen entwickeln Ideen für entsprechende LdE-Projekte, die sie gemeinsam mit den recherchierten Partnern durchführen – und je nach Art des Engagements (ökologisch? künstlerisch? ...) mit den Inhalten verschiedener Fächer verbinden.
  • In Sozialkunde/Gesellschaftskunde/Politik setzen sich SchülerInnen mit dem Wahlsystem in Deutschland auseinander und halten dazu bei verschiedenen Vereinen eine Kurzpräsentation "Jede Stimme zählt", um für eine höhere Wahlbeteiligung zu werben. Im Mathematikunterricht haben sie hierfür auch einige Statistiken zum Wahlverhalten in ihrem Bezirk aufbereitet.
  • Bei einer offenen Stadtteilrecherche zum Thema "Wahlen und Demokratie" erfahren die SchülerInnen beim Bezirksamt, dass dieses auch Kinder und Jugendliche über Wahlen und Beteiligung in unserer Gesellschaft informiert. Gemeinsam entwickeln die SchülerInnen mit MitarbeiterInnen des Bezirksamts einen Mini-Workshop und einen Flyer "Nutze deine Stimme – geh' wählen!" von Jugendlichen für Jugendliche, den sie im Kunst- und Deutschunterricht gestalten.

Vielleicht nehmen Sie die eine oder andere Anregung mit in das neue Schuljahr? Oder Sie haben eine andere tolle Idee, das Thema "Wahlen" mit Ihrem LdE-Vorhaben zu verbinden? Auch ein bereits bestehendes LdE-Vorhaben – ganz gleich in welchem Fach und mit welchem Engagement – lässt sich durch eine entsprechende Reflexion mit den SchülerInnen prima mit dem Thema verbinden, z. B. durch folgende Fragen:

  • Wie und durch wen kann Demokratie mitgestaltet werden?
  • Was hat Wählen mit gesellschaftlicher Teilhabe zu tun? Welche Partizipationsmöglichkeiten gibt es über Wahlen hinaus in unserer Gesellschaft?
  • Welchen Beitrag leisten wir mit unserem Engagement? Was ist "demokratisch" daran? 
  • Warum braucht eine Demokratie die Beteiligung ihrer BürgerInnen? 
  • Was bedeutet Demokratie für mich persönlich?
  • Möchte ich mich später in die Gesellschaft aktiv einbringen? Wie helfen mir meine LdE-Erfahrungen dabei?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung! 

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LdE in Zahlen: das sagen SchülerInnen über LdE

Quelle: Dr. Heike Schmidt, BürgerStiftung Hamburg, Evaluationsergebnisse [´You:sful] 2011/2012

"… dass ich das Gefühl hatte, was Gutes zu tun."

Spannende Zahlen zu Lernen durch Engagement kommen wieder einmal vom LdE-Kompetenzzentrum in Hamburg, der BürgerStiftung Hamburg. Dort evaluiert Dr. Heike Schmidt, Projektleiterin und LdE-Schulbegleiterin jedes Jahr das Hambuger LdE-Programm [´You:sful]. Dieses Mal wurden 72 SchülerInnen aus den Jahrgängen 6 bis 10 mit einem Fragebogen zu ihren Erfahrungen mit LdE befragt – mit interessanten Ergebnissen.

Insgesamt bewerten die SchülerInnen ihre Erfahrungen aus ihren LdE-Projekte sehr positiv. So gut wie alle SchülerInnen erlebten, dass sie mit ihrem Projekt etwas Gutes tun konnten (96 %), und mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen gebraucht wurden (82 %). Knapp ein Viertel der Befragten (23 %) empfindet allerdings auch Langweile beim Engagement – hier wird deutlich, wie wichtig ein gut vorbereitetes Engagement für die Erfahrungen der SchülerInnen ist. Tipp: Legen Sie bei Ihrem LdE-Vorhaben besonderen Wert auf eine intensive Bedarfsrecherche, gute Absprachen mit dem Engagementpartner und die echte Beteiligung der SchülerInnen bei der Auswahl und Gestaltung ihres Einsatzes – allesamt wichtige Faktoren für das Finden eines sinn- und bedeutungsvollen Engagements, das die Kinder und Jugendlichen als spannend und lehrreich erleben.

Der offene Teil des Fragebogens aus Hamburg gab Raum für Anmerkungen, Kommentare und zur Reflexion – hier einige der schönsten Zitate:

"... dass ich mehr Geduld habe, als ich dachte."

"… dass wir selbstständig arbeiten konnten, die Schule verlassen konnten und selbst entscheiden konnten, wo wir uns engagieren. Die Tage an denen wir unsere Projekte durchgeführt haben. Im Nachhinein bin ich sehr stolz auf mich und froh, über die Dinge, die ich gemacht habe."

"… dass ich mich engagieren konnte und dass ich glückliche Menschen wegen mir sehen konnte."

[Die gesamte Evaluation aus dem LdE-Projekt [´You:sful] der BürgerStiftung Hamburg mit vielen weiteren interessanten Ergebnissen finden Sie hier zum Download].

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Ihre AnsprechpartnerInnen

Von links nach rechts (bzw. ggf. von oben nach unten):       

Sandra Zentner
(Programmleitung)
Tel.: 030-44046027

Carla Gellert
(stellv. Programmleitung)
Tel.: 030-44046029

Franziska Nagy (in Elternzeit)
(Netzwerkkoordination)
Tel.: 030-44046028

Silke van Kempen
(Netzwerkkoordination & Programmassistenz)
Tel.: 030-44046030

Bei allgemeinen Anfragen sowie Anregungen und Fragen zum LdE-Netzwerk-Newsletter sowie zur Schul- und Projektdatenbank können Sie uns unter: info@lernen-durch-engagement.de erreichen.

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Impressum

Geschäftsstelle des Netzwerks "Service-Learning – Lernen durch Engagement"

Freudenberg Stiftung
Freudenbergstraße 2
69469 Weinheim/Bergstraße

Berliner Büro
Freudenberg Stiftung
Team "Lernen durch Engagement"
Brunnenstraße 29
10119 Berlin

Internet: www.servicelearning.de

E-Mail: info@lernen-durch-engagement.de

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Mehr zu ... LdE-Netzwerktagung 2013

Dieses Jahr standen die beiden zentralen Ziele der Lehr- und Lernform Service-Learning im Mittelpunkt der Netzwerk-Jahrestagung: "Mit LdE Demokratie und Zivilgesellschaft stärken" – "Mit LdE Unterricht und Lernkultur verändern". In der Verbindung dieser beiden Kernziele liegt das besondere Potenzial von Lernen durch Engagement. Was bedeutet das konkret für die pädagogische Gestaltung der LdE-Vorhaben an Schulen und wie kann die Balance zwischen beiden Zielen in der Praxis gelingen? Um diesen Fragen nachzugehen, ließen sich die Tagungsteilnehmenden von lerntheoretischen und demokratiepädagogischen Ideen inspirieren.

Tagungsthema und Hauptvortrag

Was sagt z. B. die konstruktivistische Auffassung von Lernen und Lehren dazu, wie Kinder und Jugendliche lernen? Und was heißt das für die Gestaltung von Unterrichtsprozessen? Dazu gab ein engagierter Vortrag von Prof. Kersten Reich von der Universität zu Köln (Internationale Lehr- und Lernforschung, Dewey-Center) den Teilnehmenden spannende Einblicke und Denkanstöße: Warum ist es wichtig, dass Lernende ausreichend Gelegenheit haben, Wissen aktiv zu konstruieren? Welche Rolle spielen (neben Inhalten) immer auch Emotionen und Beziehungen bei Lernprozessen? Was sind wichtige Bedingungen für Lernerfolge bei SchülerInnen und wie können Lehrende dies unterstützen? Welche unterschiedlichen Rollen müssen sie dabei einnehmen? In der anschließenden Diskussion wurde all dies angeregt weiter besprochen – und auch in den über die Tagung verteilten Reflexionsrunden in Kleingruppen oder den thematischen Workshops nutzen die Teilnehmenden die Zeit, um über das Tagungsthema zu diskutieren und Ideen für die eigene LdE-Praxis abzuleiten. 

Thematische Workshops

Traditionell drehten sich auch in diesem Jahr die Workshops, aus denen die Teilnehmenden auswählen konnten, um vielfältige Aspekte bei LdE:

  • „Die Abkehr vom Gewohnten“ – Kreativität bei Lernen durch Engagement
  • „Erfahrungen reflektieren und die eigene Lernkompetenz nutzen“: Die Förderung der Lernkompetenz von SchülerInnen bei und für LdE
  • „Auf der Spur nach Möglichkeiten des Demokratie-Lernens in allen Phasen meines LdE-Vorhabens“
  • „Gute Partnerschaft für gutes LdE“: Wie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern bei Service-Learning gelingt
  • „SchülerInnen machen ihr Projekt“: Partizipation bei Lernen durch Engagement
  • „Wenn ich König von Deutschland wäre...“ Reflexion und Demokratie-Lernen bei Lernen durch Engagement – gesellschaftliche Teilhabe und politische Partizipation fördern

Schulbeispiele aus dem Netzwerk

Neben der thematischen Arbeit und intensivem Gedankenaustausch gab es auf der Jahrestagung auch Gelegenheit für Einblicke in die vielfältigen Service-Learning-Aktivitäten der Netzwerkschulen, die sowohl in einer bunten LdE-Ausstellung anhand von Fotos, Materialien und Schülerarbeiten als auch im Plenum präsentiert wurden.

So stellte z. B. die Carl-Engler-Realschule Hemsbach (Baden-Württemberg) ihr LdE-Vorhaben vor, bei dem sich SiebtklässlerInnen für Grundschulkinder mit Migrationshintergrund einsetzen, indem sie wöchentlich in Zweierteams Deutsch mit ihnen trainieren (Übungen zum Lesen und Leseverständnis, Erzählen, Wortschatz, Rechtschreibung, Satzbau). Verknüpft wird das Engagement der SchülerInnen mit Unterrichtsinhalten der Fächer Deutsch, Religion und Erdkunde-Wirtschaft-Gesellschaft.

Bei einem weiteren interessanten Impuls im Plenum gaben zwei LdE-LehrerInnen Einblicke in ihre umfangreiche LdE-Praxis an der Berufsbildenden Schule Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz): Die Schule kooperiert beim LdE-Wahlpflichtkurs mit der Lebenshilfe Bad Dürkheim e. V. In Kleingruppen engagieren sich die BerufschülerInnen in unterschiedlichen Projekten für und mit den Menschen der Lebenshilfe. Alle Projekte werden im Unterricht geplant, reflektiert und mit den Inhalten verschiedener Fächer (Mathematik, Sport, Sozialkunde) und beruflicher Lernbereiche verknüpft (regionale Unternehmensstrukturen, Prozessorganisation, Marketing).

Mehr zu den beiden LdE-Schulbeispielen erfahren Sie in der Rubrik ["Aus den Schulen"] in diesem Newsletter.

Dokumente und Materialien zum Download

Die Ergebnisse aus den Workshops, die Beispiele aus der LdE-Praxis an den Schulen und die Bildergalerie zur Jahrestagung finden Sie hier: http://www.servicelearning.de/index.php?id=9

Wir danken allen Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch und die schönen Begegnungen miteinander! Die nächste Jahrestagung des Netzwerks wird im Mai 2014 stattfinden.

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Mehr zu ... Aus den Schulen spezial: die Schulbeispiele der LdE-Jahrestagung

Fotos: Cordula Sorg

Fortsetzung Beispiel 1: Die Carl-Engler-Realschule Hemsbach und das LdE-Sprachförderprojekt für GrundschülerInnen

... Das LdE-Projekt entstand 2007 auf Anregung der "Koordinierungsstelle für Sprache, Bildung und interkulturelle Verständigung" Integration Central in Weinheim, welche die Schule drei Jahre lang bei LdE beriet und begleitete. Zunächst gab es einen Workshop mit den SchülerInnen, in dem über die Flüchtlings- und Migrationsthematik gesprochen wurde und der deutlich machte, dass Sprache Schlüssel zu erfolgreicher Bildung und Integration ist. Daran knüpften die SchülerInnen im Unterricht an und beschäftigten sich weiter mit Integration und Sprache. Das war eine wichtige Grundlage für das parallele Engagement der SchülerInnen in den Grundschulen.

Insgesamt werden mit dem Sprachförderprojekt Inhalte und Kompetenzen aus den Bildungsplänen dreier Fächer angesprochen: Deutsch, Religion und Erdkunde-Wirtschaft-Gesellschaft (EWG), z. B. "zu sozialem Engagement einen eigenen Standpunkt einnehmen und darüber reflektieren" (Bildungsplan Deutsch, Religion) oder "Lernen, durch Perspektivenwechsel auf der Basis der eigenen Kultur Verständnis für andere zu entwickeln" (Bildungsplan EWG, Religion).

Lehrerin Karin Brand ist bei der Präsentation des LdE-Vorhabens auf der Netzwerk-Jahrestagung sichtlich stolz: Die SchülerInnen haben ihre Lernziele erreicht, treten selbstsicherer auf, sind selbstständiger, bilden eine bessere Klassengemeinschaft und haben durch ihr eigenes "Lehrerdasein" beim Training mit den Grundschulkindern mehr Verständnis für die Rolle und Aufgaben einer Lehrerin entwickelt, so Karin Brand. Darüber hinaus hätten die SchülerInnen die Erfahrung gemacht, gebraucht zu werden, gelernt, dass das Übernehmen von Verantwortung Freude macht, und auch Freundschaften mit den Kleinen geschlossen. So konnten mit dem LdE-Projekt nicht nur Unterricht und Lernkultur an der Schule bereichert werden, sondern es sind auch Brücken zwischen Kindern und Jugendlichen entstanden, die sich auf andere Weise vielleicht nicht begegnet wären – ein gutes Fundament für Integration auf allen Seiten.

[Hier finden Sie] die Präsentation von Karin Brand bei der LdE-Jahrestagung 2013.

Beispiel 2: Die Berufsbildende Schule Bad Dürkheim und die Lebenshilfe Bad Dürkheim e. V. – eine fruchtbare LdE-Zusammenarbeit

Im Wahlpflichtkurs "Lernen durch Engagement" der BBS Bad Dürkheim reflektieren die SchülerInnen ihre Stärken und Kompetenzen und überlegen daraufhin eigenständig, mit welchen Projekten sie sinnvoll die Arbeit der Lebenshilfe Bad Dürkheim unterstützen können. Dazu sprechen sie sich mit den MitarbeiterInnen der Lebenshilfe zu deren Bedarfen ab und planen im Anschluss unterschiedliche Engagementprojekte, die sie in Kleingruppen durchführen. Bislang haben die SchülerInnen z. B.:

  • ein Marketingkonzept für eines der wichtigsten Produkte der Lebenshilfe entwickelt ("El Safto"),
  • ein Fußballturnier für und mit den Menschen der Lebenshilfe organisiert,
  • einen Frühlingsmarkt gestaltet,
  • einen gemeinsamen Kalender erarbeitet und künstlerisch umgesetzt,
  • Backnachmittage für die MitarbeiterInnen der Lebenshilfe angeboten.

Alle LdE-Projekte wurden im Wahlpflichtkurs (WPK) im Berufsschulzweig 1, Kaufmännischer Bereich, geplant, reflektiert und mit Inhalten der Lehrpläne verknüpft, wie z. B.: regionale Unternehmen kennenlernen, Marketing, Organisationsprozesse und Strukturen, Buchführung, Kaufverträge, Warenbeschaffung. In Kooperation mit der Lebenshilfe können die Lerninhalte praktisch erprobt und angewendet werden.

Ein besonderer Erfolg für die BBS und die Lebenshilfe Bad Dürkheim ist die LdE-Zusammenarbeit für "El Safto": Der in der Lebenshilfe entwickelte und gebaute Holzständer dient dem einfachen und praktischen Einschenken von Saft aus 5-Liter-Getränkeboxen. Die Getränkebox wird in die Holzhalterung eingehängt, ein Glas unter den Ausgießer gestellt und das Einschenken geht wie von selbst. Ein Tragegurt dient der Halterung der Getränkebox. Aber wie kommt diese gute Produktidee an den Mann oder die Frau? Dazu hatten die SchülerInnen die passende Idee: Sie übernahmen bei ihrem LdE-Projekt die Verantwortung für das Marketing von "El Safto" – und haben sich mit Verkaufsmöglichkeiten befasst, einen Preis kalkuliert und ein Konzept für die Vermarktung entwickelt. Das Gemeinschaftsprodukt der BerufsschülerInnen und der MitarbeiterInnen der Lebenshilfe erobert nun die Pfalz.

Lernen durch Engagement ist für die Lehrerinnen Cordula Sorg und Dr. Simone Waldmann eine wunderbare Gelegenheit, das Lernen der SchülerInnen an der Berufsschule lebensecht und praxisnah zu gestalten – und so Unterricht und Lernkultur zu verändern. Besonders wichtig ist den Lehrerinnen dabei eine möglichst hohe Schülerpartizipation: Die Schülerinnen erkunden zunächst, welche Kompetenzen sie haben und welche sie mit ihren LdE-Projekten erwerben möchten. Im Anschluss kommen sie mit den MitarbeiterInnen der Lebenshilfe zusammen und tauschen sich dazu aus, welche Bedarfe die Einrichtung hat und wie sie sich sinnvoll einbringen könnten. In intensiven Gesprächen miteinander entstehen so LdE-Projekte, die für beide Seiten ein Gewinn sind: Sie stärken das Lernen und die Motivation der SchülerInnen und tragen zugleich etwas Bedeutungsvolles für die Menschen der Lebenshilfe bei.

Dass die SchülerInnen dabei "wie nebenbei" lernen, selbständig zu arbeiten, Freude an ihren Projekten entwickeln und sich auch mal in ihrer Freizeit für ihr LdE-Projekt engagieren, sind Effekte, die die beiden Lehrerinnen darin bestätigen, mit dem WPK "Lernen durch Engagement" auf dem richtigen Weg zu sein. Und: Die gute Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe, der regelmäßige Austausch miteinander, die Anerkennung für die gemeinsamen Erfolge und ein zusammen gefeierter Abschluss zu Schuljahresende sind für alle Beteiligten die Grundlage dafür, die gute Partnerschaft zwischen der Berufsschule und der Lebenshilfe unbedingt fortzusetzen.

Auch die Schulleitung unterstreicht, wie wichtig es ist, dass die SchülerInnen nicht wie in einem "Elfenbeinturm" oder auf einer "Insel" lernen (Die Rheinpfalz 15.5.2012), sondern mit ihrer Umgebung und den Menschen außerhalb der eigenen Schule in Kontakt treten. Für André, einen 17-jährigen Berufsschüler, führte die gemeinsame Zeit mit den Menschen der Lebenshilfe zu einer wichtigen Erkenntnis: "Es ist nicht an uns zu entscheiden, was normal ist und was nicht" – ein Satz, der nicht nur die beiden Kolleginnen der BBS, sondern auch die Teilnehmenden auf der LdE-Jahrestagung sichtlich bewegte.

[Mehr zu "El Safto" finden Sie hier] in einem Zeitungsartikel der "Rheinpfalz".

Wir danken den SchülerInnen für ihr Engagement und den Lehrerinnen Karin Brand, Cordula Sorg und Dr. Simone Waldmann für die Vorstellung ihrer LdE-Aktivitäten bei der Netzwerk-Jahrestagung. Viel Erfolg für alle weiteren LdE-Vorhaben in Hemsbach und Bad Dürkheim!

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